Historie

im Namen der Familie Wagner und Mitarbeiter möchten ich Sie recht herzlich in meinem Hotel begrüßen.

Ich freue mich, dass sie den Weg zu mir gefunden haben und möchte Ihnen ein paar Informationen über mein Haus geben.

Erbaut wurde der Hof von Hannover im Jahre 1843. Erstmalig in Betrieb ist der Hof von Hannover im Jahre 1846 genommen worden.

Zu dieser Zeit sind auch die schwarzen Zahlen 1 8 4 6 an dem Straßengiebel angebracht worden.

Zu dem gleich als Gastwirtschaft eingerichteten Gebäude gehörten damals eine geräumig Scheune, ein großer Garten und 26 Morgen 43 1/5 Ruten gut kultiviertes Land.

Gastwirt Gummel Adden Hinrichs war der erste Betreiber des Hof von Hannover. Er hatte damals die Vision, dass eine Gastwirtschaft an der neu geplanten Hauptverkehrsverbindung zwischen Aurich und Wittmund sein auskommen haben würde.

Abgesehen von den Gästen aus der näheren Umgebung hoffte Gummel Adden Hinrichs auf Gäste aus dem weit entfernten Oldenburg und Bremen, die auf der Durchreise nach Emden und Aurich bei ihm einkehren um eine Rast von der beschwerlichen Reise zu machen.

Den Namen Hof von Hannover wählte Gummel Adden Hinrichs damals weil Ostfriesland nach dem Wiener Kongress (1813/1815) von Preußen an Hannover abgetreten werden musste und Willen dadurch 1846 zu dem mit England in Personalunion verbundenen Königreich gehörte.

Lange hat sich Gummel Adden Hinrichs nicht an seinem Eigentum erfreuen können. Aus einer Anzeige im Jeverschen Wochenblatt vom 18.06.1848 geht hervor, dass sechs Tage später, am 24.06.1848, im Hof von Hannover eine an der Aurich-Wittmunder-Chaussee gelegene Besitzung zum Kauf angeboten werden sollte.

Als Inhaber der Gastwirtschaft wurde Albert H. Janssen genannt. Dieser hatte sie inzwischen, bereits Ende 1846, von Gummel Adden Hinrichs erworben.

1855/1856 wurde der Hof von Hannover schon wieder verkauft.

Die vermeintliche gute Lage an der Aurich-Wittmunder-Chaussee brachte anscheinend doch nicht das gute Auskommen, wie zuerst angenommen.

Generationen von Gastwirten haben seit jener Zeit den Hof von Hannover bewirtschaftet.

Vielleicht erinnert sich dieser oder jener Wittmunder noch an Hermann Hennig, an Manfred Zialer oder an Dieter Flessner-Müller, die in der Harlestadt gut bekannt waren.

In einer alten Anzeige wird der Hof von Hannover als Waldgaststätte angesprochen. Das konnte erst nach 1866 geschehen, denn in diesem Jahr wurde das Heidland gegenüber der Gastwirtschaft aufgeforstet.

Am 11.Januar 1867 erhielt die etwa 650 ha große Fläche durch Bescheid des königlichen Amtes in Wittmund die offizielle Bezeichnung Wittmunder Wald.

Die Bäume wuchsen und verschafften neben der Tüchtigkeit und dem Einfallsreichtum seiner Gastwirte, dem Hof von Hannover den Ruf eines beliebten Ausflugslokals vor den Toren Wittmunds.

Und wenn am Wochenende abends Tanz angesagt war, so bot hinterher der Wald so manchen Pärchen die sehnlichst gewünschte Zweisamkeit.

Auch der Sport fand seinen Einzug in die Willener Gastwirtschaft. Der Fahrrad-Verein Ostfriesland kehrte gern im Hof von Hannover ein.

Auch die Schützen und Kegler, die Polizei und Betriebe feierten hier Ihre Bälle.

In den 80er Jahren verlagerte sich die Zielgruppe des Hof von Hannover. Ein Teil des Saal-Betriebes wurde abgeteilt um Platz für eine Diskothek zu schaffen.

Einigen wird das "Las Palmas" und später das "Kängeruh" noch ein Begriff sein. Zumal dies neben "Rio`s Whisky" und der "Wallstreet"

die einzige Diskothek im Bereich der Stadt Wittmund war.

Doch dann war plötzlich alles vorbei. Zwei kurz aufeinander folgende Brände zerstörten größtenteils den Hof von Hannover.

In der Nacht vom 05. Januar 1989 zum 06. Januar1989 brannte das Innere des Hof von Hannover völlig aus.

Anschließend stand die Brandruine an der „Bundesstraße 210“ jahrelang leer.

1994 hat dann Familie Eibo und Christine Wagner den Hof von Hannover erworben und in harter Arbeit und unter Mithilfe von Handwerkern die Ruine renoviert und daraus von außen und innen ein Schmuckstück gemacht, in dem man sich wohlfühlen kann.

Auch das Gelände mit dem großem gepflasterten Parkplatz ist den Erfordernissen der Neuzeit sowie der Familienfreundlichen Freizeitgestaltung angepasst.

Eine Minigolfanlage, Billardtische und ein Platz mit Tischen und Stühlen im rückwärtigem Gartenbereich runden das Gesamtbild ab.

Mit dem Einrichten von sechs Appartements schaffte der Hof von Hannover die Möglichkeit für Familien sich auch längere Zeit im Hof von Hannover aufzuhalten.

Weiterhin konnte aufgrund der Sammlerleidenschaft von Christine Wagner im Hof von Hannover eine der größten Eulensammlungen Deutschlands bewundert werden.

Im Jahre 1997 entschloss sich Familie Wagner die Zielgruppe für den Hof von Hannover zu verändern.

So wurde der Entschluss gefasst den Hof von Hannover für Busgruppen attraktiv zu gestalten.

1998 ist dann das Betten-Haus mit 26 Doppelzimmern entstanden um auch größeren Reisegruppen die Möglichkeit zu geben den Hof von Hannover als zentralen Ausgangspunkt im Herzen Ostfrieslands zu nutzen.

Nach fast 20jähriger Tätigkeit als Gastwirte wurde der Hof von Hannover am 01.01.2013 an die nächste Generation übergeben.

Charles Wagner als neuer Inhaber wird nun den Hof von Hannover im Sinne seiner Eltern als Tradition-Gaststätte weiterführen.

Im März 2014 verstarb der bisherige Betreiber des Hof von Hannover, Eibe (Eibo) Feeken Diedrich Wagner.

2017 wurde das Konzept des Hof von Hannover erneut den Gegebenheiten angepasst und der Hotel – Betrieb rückte in den Mittelpunkt.

Die warme Küche (Restaurant-Betrieb) wurde komplett eingestellt und die Zielgruppe verändert.

Der Hof von Hannover bietet nun als Hotel-Garni seinen Gästen eine Unterkunft mit Frühstück - Buffet an.

Von April bis Oktober wird zusätzlich bei Bedarf ein kaltes Abendbrotbuffet oder eine kleine Snack-Karte (Brote /Suppen usw.) angeboten.

2018 wurde die nicht mehr zeitgemäße Minigolfanlage entsorgt und ein kleiner Rundgang mit Bänken eingerichtet.

Ebenfalls 2018 ist der Sohn des jetzigen Inhabers, Henrik Wagner, in das Team des Hof von Hannover. So kann der Hof nun in der dritten Generation als Familienbetrieb weitergeführt werden.

Ihr Team vom Hotel Hof von Hannover






Eulensammlung im Hotel Hof von Hannover

Wer den Hof von Hannover kennt, braucht „keine Eulen nach Athen zu tragen“.

Er kann sie bei Christel Wagner im Hotel von Hannover abliefern, vorausgesetzt allerdings, dass es sich um Vögel aus Metall, Porzellan, Silber, Holz, Wachs oder sonstigen Materialien handelt.

Als Christel Wagner sechs Jahre alt war, bekam sie den ersten „Vogel der Weisheit“ geschenkt.

Ihre Großmutter, die das ausgefallene Hobby ihrer Enkelin liebevoll unterstützte,erzählte ihr interessante,

ja manchmal etwas gruselige Geschichten über die durch den Mäusefang nützlichen Nachtjäger mit dem großen Hakenschnabel.

Im Laufe der Jahre wuchs die Sammlung mehr und mehr. Zum Geburtstag, zu Weihnachten, immer gab es Eulen.

Verwandte, Bekannte und auch die eigenen Kinder brauchten sich nicht den Kopf zu zerbrechen, wenn sie ein geeignetes Geschenk suchten.

Heute kann Christel Wagner etwa 1800 Exemplare ihr eigen nennen.


Christel Wagner kennt sie alle. Sie braucht nicht erst in einem Katalog zu blättern, den es übrigens auch gar nicht gibt.

Sie weiß genau, wenn ihr eine Eule angeboten wird, ob sie das Stück bereits besitzt oder nicht.

Die Sammlung ist in großen Vitrinen untergebracht.

Konnte der Gast sie früher auf Langeoog bewundern, muss er heute zu dem Hotel Hof von Hannover an der Bundesstraße Wittmund-Aurich am Wittmunder Wald fahren.

Die Eulen, die nach dem jeweils verwendeten Material geordnet sind, sind zwischen zwei und dreißig Zentimeter groß.

Es sind Eulen aus allen Teilen der Welt. Einigen sieht man quasi an der Schnabel spitze an woher sie stammen.

Dort steht eine eine kleine Eule aus Bernstein, die sicherlich im Ostseeraum entstanden ist.

Auch das Exponat aus Mexiko ist unverkennbar durch seine Bemalung.

Eine Eule ist aus dem Stein hergestellt, an dem in Venezuela fleißige Hausfrauen ihre Wäsche zu waschen pflegen.


Es ist ein bunter Reigen von Eulen, der da im Hof von Hannover zu sehen ist.

Man erkennt Kunststile und -richtungen und stellt fest, dass in der künstlerischen Darstellung Eule absolut nicht gleich Eule ist.

Christel Wagner kann zu vielen ihrer Sammelstücke kleine Geschichten erzählen. Sie lacht: „In Orlando, in Florida, habe ich mal eine Eule gekauft, die ich leider nicht gleich mitnehmen konnte.

Als sie dann per Paket bei uns ankam – wir hatten kaum noch damit gerechnet – da musste ich mehr Zoll bezahlen als die Eule gekostet hat.“

Aber sie hat damals gern die Gebühr entrichtet, hatte sie ihrer wertvollen Sammlung damit doch ein schönes Stück aus Zinn hinzugefügt.

Hoffen wir, dass die Wagnersche Sammlung noch um manchen bemerkenswerten Vogel bereichert wird.

Mann kann also noch Eulen nach Wittmund tragen im Gegensatz zum antiken Athen, das zwar die Eule als Lieblingsvogel der griechischen Göttin Athens seinem Wappen führte, das aber in der Natur bereits fast ausgestorben ist.



 
 
 
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